24. April 2012
von Andreas
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Frei nach dem Motto, was man nicht nutzt kann man auch deaktivieren, lässt sich in Debian Squeeze die Unterstützung für IPv6 mit dem folgendem Befehl temporär deaktivieren:
sysctl -w net.ipv6.conf.all.disable_ipv6=1

Um zu prüfen ob IPv6 erfolgreich deaktiviert wurde, kann man den Befehl ping6 verwenden. Damit ping6 weiß über welches Interface die Anfrage gestellt wird muss ping6 als Parameter -I <Interfacename> mitgegeben werden. Der vollständige Befehl lautet also:
ping6 -I en1 fe80::480f:16ff:fe6b:af31
Alternativ zu -I en1 kann man den Namen des Interfaces auch als Suffix an die IPv6 Adresse anhängen, der Befehl lautet dann wie folgt:
ping6 fe80::480f:16ff:fe6b:af31%en1
Sobald IPv6 auf dem Zielsystem deaktiviert wird, werden keine IPv6 Pakete mehr angenommen.

Um IPv6 permanent zu deaktivieren muss die Zeile net.ipv6.conf.all.disable_ipv6=1 in einer Datei im Verzeichnis /etc/sysctl.d/ eingefügt werden. Gängigstes Beispiel ist die Datei disable-ipv6.conf.
Zum anlegen der Datei mit kann nachfolgender Befehl genutzt werden:
echo "net.ipv6.conf.all.disable_ipv6=1" > /etc/sysctl.d/disable-ipv6.conf
Somit ist dafür gesorgt, dass IPv6 auch nach einem Neustart nicht aktiviert wird.